Pinke Thesen zum Thema Kies

Neukirchen-Vluyn. In knapp vier Wochen, am 29.04.22, endet die Einspruchsfrist gegen den Kiesabbau. Wie geht es dann weiter? Schon jetzt hat #daspinkekreuz die Zeit danach fest im Blick. Denn es geht dem Aktionsbündnis nicht nur um den pinken Protest gegen den Kiesabbau; die aktive Gruppe um Familie Nolte macht sich schon seit längerem viele Gedanken um konstruktive und lösungsorientierte Vorschläge. Wichtigste Frage: Was muss sich rund um den Kiesabbau ändern?

Auf der Mahnwache am ersten April-Sonntag gab Dr. Roland Nolte ein umfangreiches Statement ab. Darin gewährte er den rund 50 Mahnwachenbesucher:innen
Einblick in eine Vielzahl von Thesen, Forderungen und Impulsen für ein Umdenken rund um das Thema Kies. „Wir wollen nicht nur gegen etwas sein, sondern FÜR etwas stehen“, so Nolte. „Daher denken wir es vom Ende her oder um es mit den alten Lateinern zu halten: respice finem.“

Die „pinken Thesen“ des Aktionsbündnisses stellen den bisherigen Status quo auf den Prüfstand, ob beim Genehmigungsverfahren, das schon 100 Jahre alt ist, oder bei der noch immer vorherrschenden betonorientierten Bauweise. Anpassungspotential sieht Nolte auch bei der Auswahl konfliktärmerer Abbauflächen, die bestenfalls zudem einen ökologischen oder hochwasserschützenden Mehrwert bieten. „Zwar werden wir auch künftig nicht auf Primärkies und -sand verzichten können,“ merkt Nolte an. „Doch wie wir mit unseren Bodenschätzen Kies und Sand umgehen, wie der Abbau geregelt ist, dies alles ist aktuell nicht mehr zeitgemäß. Jetzt braucht es eine Transformation ins 21. Jahrhundert.“

Text / Foto(s): Anja R. Steinhoff

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Thesen und Forderungen
Nicht nur gegen sonder FÜR etwas stehen.
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